Mein geplanter Kaiserschnitt, ein Bericht_titel

Mein Wunsch nach einem geplanten Kaiserschnitt und sein Ablauf

Das Thema Kaiserschnitt ist ein sehr kontroverses Thema und viele werdende Mütter haben Angst vor ihm. Wenn Frau sich dann sogar bewusst für einen geplanten Kaiserschnitt entscheidet, stößt das oft auf Unverständnis. Ich möchte hier nichts beschönigen, es geht um MEINE ganz persönlichen Empfindungen und Erlebnisse.

Ein geplanter Kaiserschnitt

Bevor ich euch nun von meinem Erlebnis eines „Wunsch-Kaiserschnitts“ berichte, eins an die Kritiker vorweg. Ich bin geerdet und stehe mit beiden Beinen im Leben. Ihr könnt mir glauben, dass ich mir diese Entscheidung sehr sorgfältig überlegt und recherchiert habe.

Hier möchte ich für diejenigen berichten, die sich vielleicht in einer ähnlichen Gefühls-Lage befinden, wie ich es damals war. Für die Frauen, die über einen Wusch-Kaiserschnitt nachdenken, aber unsicher sind, ob sie das Richtige tun. Oder hinterfragen, wieso sie diesen Weg eigentlich gehen möchte. Ist man als Frau nicht „normal“, wenn man diesen Wunsch hat? Wenn man sich eine natürliche Geburt einfach nicht vorstellen kann?

Gründe für einen geplanten Kaiserschnitt gibt es verschiedene. Hauptsächlich ist das natürlich der medizinische Grund auf anraten der Ärzte anzuführen. Für die Mutter und/oder das Baby gibt es im Vorwege mögliche Komplikationen. Auch die medizinische Vorgeschichte der Mutter kann ein Grund sein. Dann gibt es aber auch die ganz bewusste Entscheidung der Mutter FÜR einen geplanten Kaiserschnitt.

Einen Wunsch-Kaiserschnitt. Der stößt oft auf Unverständnis, dabei kennt niemand die Gründe, warum sich die Mütter so entscheiden. Einige haben vielleicht einfach Angst vor der Geburt. Anderen, und dazu zähle ich mich auch, fehlt die Identifikation mit dem natürlichen Geburtsvorgang.

Der Satz klingt merkwürdig und für die meisten Frauen sicher unverständlich. ABER, inzwischen weiß ich, ich bin nicht allein mit diesem Gefühl. Es gibt mehr Frauen, die sich einen geplanten Kaiserschnitt wünschen, ohne genau erklären zu können, warum eigentlich.

Was ist Privater, als eine Geburt? Beziehungsweise, das Empfinden der Beteiligten dabei?

Mein Gefühl

Natürlich habe ich lange überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben möchte oder lieber nicht. Aber warum nicht? Ich habe die ganze Schwangerschaft über zu meiner Entscheidung gestanden, also kann ich diese und ihre Auswirkungen jetzt auch mit euch teilen.

Ob sich meine Einstellung inzwischen geändert hat, darüber muss ich mir selber noch klar werden. Ich habe keine Ahnung, wie ich bei einem zweiten Kind entscheiden würde. Als krassen Gegensatz finde ich eine Hausgeburt toll. Hierbei hätte ich aber einfach zuviel Angst, dass etwas schief laufen könnte.

Ich fühle mich nach wie vor gut mit meiner Entscheidung. Für mich persönlich war es das Richtige! Und nein, ihr werdet hier sicher kein Foto von mir aus dem OP sehen. Es gibt auch keins, was eigentlich sogar ein bisschen schade ist. Denn der Moment war nun mal „unsere“ Geburt als Eltern und ein Foto davon wäre gar nicht schlecht. Aber wichtig ist ja das, was danach kommt.

Für mich stand schon immer fest, sollte ich jemals ein Kind bekommen, wird es ein geplanter Kaiserschnitt, bzw. auch Sectio genannt. Warum das für mich immer so klar war, konnte ich nie begründen. Inzwischen habe ich irgendwo den Satz mit der fehlenden Identifikation des Geburtsvorgangs gelesen und endlich hatte ich es verstanden. Ich bin nicht „anders“, sondern mir fehlt einfach etwas.

Mir ist bewusst, dass sich andere Mamas so sehr eine natürliche Geburt wünschen und ihnen diese durch einen (Not-)Kaiserschnitt verwährt bleibt. Es ist sicher schwer nachzuvollziehen, wie man sich als Mutter dann bewusst für diesen Weg, meinen Weg, entscheiden kann.
Frau mit Babybauch

Es war einfach in mir.

Vielleicht weil mir das ganze Thema Kind irgendwie widerstrebte. Klingt hart, ich weiß. Ich wurde 38 und wir haben gesagt, wir lassen das Schicksal jetzt entscheiden.

Nach einem Jahr war es dann soweit und kam doch völlig überraschend! Ich hätte nicht erwartet, mit 40 zum ersten Mal Mama zu werden. Hier geht es jetzt aber nicht um meine Schwangerschaft, sondern wie ich den Kaiserschnitt erlebte und alles.

Wichtig war mir, dass mein Mann hinter mir steht und das tat er. Egal wofür ich mich entscheiden wollte.

Überraschenderweise hat eigentlich mein ganzes Umfeld diese Entscheidung gut auf- und auch hingenommen. Es kamen natürlich Nachfragen und auch wurden Ängste um mich mitgeteilt, da es trotz der Routine eine große Bauch-Operation bleibt. Die Ängste konnte ich auch gut nachvollziehen, denn Angst vor einer OP hatte ich ja trotzdem. Nicht unbedingt vor der OP selbst, sondern vor ihren eventuellen Folgen, zum Beispiel einer Sepsis.

Es bleibt eine Operation!

Das Gespräch im Krankenhaus

Meine Frauenärztin wusste von Anfang an Bescheid und stand zu mir. Das war mir wichtig und ich fühlte mich bei ihr toll aufgehoben. Auf Augenhöhe. Trotz meines Alters und dieses Wunsches.

Der kleine Mann lag in meinem Bauch immer gut. Auch am Ende der Schwangerschaft lag er perfekt für eine natürliche Geburt. Das es also ein geplanter Kaiserschnitt aus medizinischen Gründen wird, war ausgeschlossen.

Ich musste zur Vorbesprechung ins Krankenhaus. Das stand mir bevor. Denn dort musste ich das Aufnahmegespräch mit einer Hebamme führen. Es ist ja nun offensichtlich, dass Hebammen für natürliche Geburten stehen. Mir war nicht klar, wieso ich also mit ihr sprechen sollte.

Ich war schon auf das Schlimmste vorbereitet.

  • Herablassende Kommentare,
  • Einschüchterungsversuche,
  • eine hartnäckige „Beratung“- dann würde ich das Wunsch-Krankenhaus verlassen und wechseln müssen…

Meine Güte, haben meine Hormone da schon verrückt gespielt?

Es kam ganz anders!

Mein geplanter Kaiserschnitt und sein Ablauf. Einige Frauen können sich mit einer natürlichen Geburt nicht identifizieren. Das heißt nicht, dass wir unsere Kinder weniger lieben! Hier erzähle ich euch von meinem Ablauf. #kaiserschnitt #geburt #mamaleben #baby Diese Dame, die Hebamme, die ich mir so „schrecklich natürlich“ vorstellte, war total nett und sehr offen. Ich erwähnte gleich zu Anfang meine Wunsch-Sectio und sie nahm es anstandslos hin. Dann klärte sie mich natürlich kurz über ein paar Fakten auf und wir gingen auch schon zum normalen Aufnahmegespräch über. Sie gab mir netterweise auch noch etwas gegen mein Sodbrennen  Ich bedankte mich bei ihr und erzählte ihr von meinen oben erwähnten Vorstellungen. Sie lächelte und war sichtlich erleichtert!

„Liebe Hebammen, es tut mir leid, dass ich euch Unrecht getan habe! Ihr macht einen mega Job!“

Der erste Punkt war geschafft. Das Krankenhaus stand fest. Dasselbe, in dem auch ich geboren wurde. Es gibt ein Krankenhaus bei uns um die Ecke, dass noch etwas dichter für mich gewesen wäre. Aber es liegt direkt hinter der Grenze von Hamburg, in Schleswig – Holstein. Ich wollte aber, dass mein Sohn ein echter „Hamburger Jung“ wird. Das können wohl nur gebürtige Hamburger nachvollziehen

Also wählte ich extra ein Krankenhaus, dass diesen Zweck beiläufig erfüllen würde.

Der letzte Kontrolltermin

Ich hatte eine Woche vor meinem ET (also der vom Arzt errechnete Termin, an dem das Baby ggf. auf natürliche Weise das Licht der Welt erblicken würde) noch einen Kontrolltermin im Krankenhaus. Es wurde ein CT geschrieben und danach gab es einen Ultraschall. Das Baby lag immer noch gut. Die Ärztin ging einmal zur Rücksprache rüber zur Oberärztin, ob noch genug Fruchtwasser für das Baby da sei. Aber es wurde als gut eingestuft und ich durfte gehen. Ansonsten hätte ich wohl direkt dableiben müssen.

Mein ET war der 3. April 2016. Der Kaiserschnitt-Termin wurde auf den 29.3.2016 angesetzt. Sie würden den Kleinen also 4 Tage vor dem Termin holen. Bei Wunsch-Kaiserschnitten ist es ein Märchen, dass die Kinder IMMER 2 Wochen vor dem Termin geholt werden. Die Ärzte versuchen alles, dass das Kind so dicht wie möglich an den errechneten Termin herankommt, um so möglichst lange reifen und sich entwickeln zu können.

Das war also nun ein Dienstag. Das Wochenende davor war Ostern. Also von Karfreitag bis Ostermontag Feiertage, die wir nun das letzte Mal zu zweit verbringen würden.

Mein Mann und ich haben den Montag noch genossen, abends zusammen unsere Serien geguckt (Supernatural war es). Tasche war gepackt. Wir waren total entspannt und haben auch beide in der Nacht super gut geschlafen. Von starker Aufregung keine Spur. Ganz anders unser Umfeld.

Der Ablauf

Wir zwei sind also Dienstagmorgen wie abgesprochen, um 7 Uhr morgens in der Klinik gewesen, ca. 10 Auto-Minuten. Quasi zu dritt in unserem Smart, in den wir bald zu dritt nicht mehr hineinpassen würden.Parkausweis Das Baby kommt

Wir haben geparkt, stolz den Zettel vom Krankenhaus unter die Scheibe gelegt und noch ein Selfie geschossen. Im Krankenhaus angemeldet, mussten wir kurz in einem Raum auf der Kreißsaal-Station warten. Dort haben wir noch ein Foto gemacht. Das letzte Foto von mir vor der Geburt!

Dann kam eine Schwester oder auch Hebamme. Das weiß ich nicht mehr. Ich musste mich ausziehen, mir ein OP-Hemd und diese tolle Netz-Unterhose anziehen. Zwischenzeitlich war es kurz vor 8 Uhr.

Dann war es soweit. Ich konnte mich ins Bett legen und wurde zum OP geschoben. Dieser lag eine Etage höher. Mein Mann konnte mit, das war mir wichtig. Nun kam auch die Aufregung, aber ändern wollte ich nichts.

Nicht mehr lange und wir können unseren Schatz in den Arm nehmen….

Vor dem OP gibt es eine Wartestation. Da wartete dann auch mehr medizinisches Personal und ich wurde auf eine Liege umgelegt. Mein Mann musste in diesem Vorraum warten und wie er mir später erzählte, dauerte es eine ganze Weile, aber dann haben sie ihm OP Kleidung gebracht. Auch er musste sich ausziehen und die grüne Hose sowie das grüne Hemd anziehen.

Die Geburt

Ich wurde kurz nach 8 Uhr morgens zur Vorbereitung in den OP geschoben. Die Schwestern und der Anästhesist waren sehr nett. Vorher gab es noch eine Klärung mit dem Arzt. Ich wurde nach Allergien gefragt und sagte, dass ich allergisch gegen ein bestimmtes Antibiotikum sei. Genau dieses sollte ich im Anschluss aber erhalten. Er telefonierte also herum und es wurde ein anderes gebracht.

Als es los ging, legten sie mir als erstes die Kanülen in den Armen. FIES! Ich hasse diese Dinger und dann noch auf jeder Seite eine. Danach musste ich mich aufsetzen, auf den Tisch, mitten im OP. Eine Schwester hat mich vorne gehalten und mir erklärt, wie ich mich setzen und meinen Körper halten solle. Der Anästhesist betäubte erst die Einstichstelle und setzte dann die Spinal-Anästhesie. Die wird etwas höher als die übliche PDA gesetzt (soweit ich weiß). Ich habe mit einem fürchterlichen Druck gerechnet, aber nichts!

Er war ganz vorsichtig, meine Beine wurden langsam warm und das war es auch schon. Ich legte mich zurück, sie legten meine Beine hoch und bereiteten nun alles Weitere vor. Der Katheter wurde gelegt (davon merkt man schon nichts mehr). Die Arme werden ausgebreitet, das Tuch wird gespannt. Nun wird es ernst.

Aber Hilfe!

Ich spüre meine Beine doch noch! Ich kann meine Zehen noch bewegen! Mir wurde erklärt, so soll es sein. Ich werde keinen Schmerz spüren, jedoch Berührungen.

Mir wurde plötzlich seeeeehr schwindelig, mein Kreislauf sackte ab. Ich erwähnte es, aber der Anästhesist sagte, er sieht es bereits (EKG ist ja auch schon angeschlossen) und hat mir etwas zum Aufbau gespritzt. Dann ging es mit meinem Kreislauf besser und mein Mann wurde endlich hereingeführt. Es war ca. 8.30 oder 8.35. Dann ging alles ganz schnell.

Es kamen noch 1 oder 2 Ärzte herein. Ich weiß es nicht mehr und kann nicht mal sagen, ob es ein Mann oder eine Frau war. Plötzlich rüttelte es dermaßen an meinem Körper, dass es schon erschreckend war. Ich war so froh, meinen Mann bei mir zu haben. Ich ziehe den Hut vor Frauen, die das alles alleine durchstehen…

Es ging alles recht schnell. Um 8.42 Uhr hörten wir einen kleinen Schrei und sie hoben ein zerknautschtes Bündel über den Sichtschutz. Schon unglaublich. Da war er, so schnell!

Dann wurde er kurz weggebracht, in ein Handtuch gehüllt und mir gleich zurückgebracht. Sie legten mir meinen Sohn auf die Brust, sodass ich ihn sehen und berühren konnte. Mir wurde ein Arm frei gebunden, so dass ich diesen bewegen und ihn streicheln konnte. Da saßen wir nun beide und guckten ihn ungläubig und verzückt an.

Das war natürlich eine schöne Ablenkung, während mein Bauch zugenäht wurde. Das dauerte schon einige Zeit. Ich würde sagen, sicher 15 Minuten.

Die Nachsorge

Anschließend wurden wir drei in einen Überwachungsraum gebracht. Da verbrachten wir gute 2 Stunden. Der Kleine wurde vor uns gewogen und vermessen.

Nach einer Stunde wurde meine Narbe überprüft. Die blutete wohl noch etwas nach und so wurde mir ein 2 kg Sandsack auf den Bauch gelegt. Nicht besonders angenehm, aber nützt ja nichts.

Endlich auf dem Zimmer, konnten dann auch die Großeltern den lang ersehnten Enkel begrüßen. Sie warteten schon seit vormittags darauf, aber dann kam die Mittagsruhe dazwischen.

Inzwischen war es also ca. 15 Uhr. Mir ging es noch super. Abgesehen von den Schmerzmitteln war ich sicher auch noch voll von Adrenalin. Bis die Betäubung langsam nach ließ… ich hätte es nicht gedacht, aber ich habe nach Schmerzmittel gefragt. Schon im Vorgespräch erzählte mir die Ärztin, dass man ein Opiat erhält (ihre Worte waren „Das werden sie auch brauchen…“) Sie hatte Recht! Es gab einen Schmerztropf und bis zur Nacht noch 2 weitere. Insgesamt 3 Stück, mehr nicht! Danach muss man mit „normalen“ Schmerztabletten auskommen.

Am selben Abend kam ein Pfleger und ich musste mich einmal auf die eigenen Beine stellen. Was für ein Akt! Mit einer Bauchwunde aus dem Bett winden, schmerzverzerrt, das war wirklich schlimm.

Mein Wunsch nach einem geplanten Kaiserschnitt hat bei vielen Fragen aufgeworfen. Ich versuche zu erzählen, wieso ich mich dafür entschieden habe und wie er bei mir genau ablief. #kaiserschnitt #baby #schwangerschaft #mamaleben #geburt

Am nächsten Morgen wurde der Katheder gezogen. Das heißt natürlich, endlich wieder alleine zum WC. Man überlegt sich schon ziemlich genau in den ersten Tagen „Muss ich jetzt wirklich zum WC oder kann das noch etwas warten?!“ Denn jeder Gang ist kein Zuckerschlecken. Aber auch das ist zu schaffen!

Ich konnte meinen Sohn am ersten Tag nicht selber versorgen. Das war schon  ein komisches Gefühl. Mein Mann hat das erste Wickeln übernommen und kam in den „Genuss“, das Kindspech zu sehen. Ich konnte nur von weitem einen Blick darauf werfen.

Die Schmerzen

Von Tag zu Tag lässt der Schmerz etwas nach und man wird wieder täglich etwas aufrechter. Man geht nämlich ziemlich gekrümmt. Am Dienstagmorgen war die OP und am Freitagnachmittag habe ich mich auf eigene Verantwortung entlassen. Die Erstausstattung des Zwergs war komplett und wollte endlich eingeweiht werden! Ob ich nun im Krankenhaus herum liege oder zuhause, ich wusste, ich werde gut betreut. Mein Mann war da und meine Mutter auch.

Habt ihr keine gute Versorgung zuhause, bleibt auf jeden Fall noch länger im Krankenhaus!

Zusammenfassend kann ich sagen:

die ersten 2-3 Tage sind sehr schmerzhaft, die erste Woche ist hart! Woche 2 und 3 sind noch unschön, aber wesentlich besser! Man hat noch Schmerzen beim Lachen, die Fläche um die Narbe ist taub, aber man kann langsam wieder gerade gehen. Ab Woche 4 kann man sich im Bett deutlich besser umdrehen und auch langsam wieder leichte Dinge heben. Nach 3 Monaten ist alles wieder soweit ok. Die Schmerzen sind vorüber, die taube Fläche um die Narbe wird kleiner und man traut sich wieder mehr zu. Man übernimmt sich daher aber auch leicht.

Die Fäden werden von der Hebamme bei der Nachsorge gezogen.

Mein Fazit

Natürlich habe ich mich gefragt, „Was tue ich meinem Kind an?“ Reiße es einfach aus seiner Umgebung heraus. Aber was ich meinem Kind „antue“ ist Folgendes. Ich bin eine ausgeglichene, glückliche und zufriedene Mama und bin ohne ein Geburtstrauma davongekommen. Natürlich ist mir auf der anderen Seite auch eine vielleicht schöne Geburt verwehrt geblieben.

Natürlich zieht nicht jede Geburt ein Trauma nach sich. Aber es ist auch nicht jede Geburt ein Erlebnis, das die Mutter gerne gehabt hätte. Auch wenn es jede Mutter für ihr Kind sicher jederzeit wieder tun würde.

Meinem Kind bin ich später Rechenschaft schuldig und ich hoffe, dass er mir meine Entscheidung „verzeihen“ wird.

Man kann übrigens keinen Notkaiserschnitt mit einem Geplanten vergleichen. Der eine entsteht unter Stress, Anspannung, Entkräftung und Angst. Wir sind dagegen ausgeschlafen, gestärkt und voller Vorfreude zum Termin erschienen.

DENNOCH: Es bleibt eine Operation mit Risiken.

Dieser Beitrag soll keine Hommage an einen geplanten Kaiserschnitt sein. Jede Art der Geburt birgt Risiken und ihr müsst für euch und euer Kind entscheiden, welche Risiken ihr tragen möchtet und welche nicht.

Spielt ihr mit dem Gedanken an einen Kaiserschnitt, recherchiert gut und sprecht mit anderen Müttern. Hört euch verschiedene Seiten und Erlebnisse an. Und am Ende – hört auf euer Bauchgefühl!


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