Wachstumsschmerzen – so könnt ihr euer Kind unterstützen

Das Wort „Wachstumsschmerzen“ habe ich zum ersten Mal durch meine Schwiegermutter gehört. Es ist schon eine Weile her und heute frage ich mich, ob wir vielleicht die ersten Wachstumsschmerzen unseres Sohnes in seinen ersten 2 Lebensjahren nicht erkannt haben, weil er sich noch nicht artikulieren konnte. Nächtliches Weinen kann viele Ursachen haben und manchmal schieben wir einfach einen „schlechten Traum“ oder die Zähne darauf. Auch Blähungen bei Kindern können schmerzhaft sein.

Nun hatte sich aber etwas verändert.

Aktuell ist er 2 Jahre und 2 Monate alt und wachte 6 Nächte, jeden Abend zwischen 21 Uhr und 22 Uhr weinend und bitterlich schreiend „AUA“ auf.  

Am ersten Abend waren wir noch ratlos. Er hatte eine Lauf-Nase und ich war mir nicht sicher, ob er vielleicht leichtes Fieber hat. Bei Außentemperaturen von über 30 Grad in einem umgedämmten Zimmer, war das nicht festzustellen. Gleichzeitig speichelte er tagsüber viel und wir gingen davon aus, dass die letzten Backenzähne kommen. Das Weinen und Brüllen war deutlich intensiver als wir es gewohnt waren und dazu äußerte er sich ja nun auch ständig mit dem Wort „AUA“. Er stand völlig neben sich, wollte nicht gekrault werden, aber suchte trotzdem Nähe. Durch die Hitze wurde das Kuscheln nicht gerade erleichtert. Ich tupfte ihn mit einem kühlen Waschlappen ab, die Hitze machte uns allen sehr zu schaffen. Wir entschieden uns, ihm ein Schmerzmittel zu verabreichen und kurz danach beruhigte er sich. Gott sei Dank.  Was tun bei Wachstumsschmerzen? #kleinkind #schwangerschaft #baby #kindergarten

Morgens ist er aufgestanden, als wäre nichts gewesen und der Tag verlief ganz normal. Dennoch hatte ich mich entschieden, ihn nicht in die Kita zu bringen und ihm eine Auszeit zu gönnen.

Neuer Abend – repeat

Abends ging das Gleiche wieder los. Ich war mir inzwischen sicher, dass es nichts mit einer Erkältung zu tun hat und es die Beine sind. Er strampelte heftig mit den Beinchen und brüllte wieder bitterlich. Wieder Schmerzmittel, kuscheln und er schlief ein. Die Nächte waren unruhig, dazu kam diese Affen-Hitze. Wir waren nicht glücklich mit dem Schmerzmittel, haben aber auch nicht damit gerechnet, dass sich diese Schmerz-Abende solange hinziehen werden. Wir verpassten den Zeitpunkt, vor dem Wochenende Alternativen zu besorgen. So kam es, dass wir tatsächlich 6 Abende hintereinander ein Schmerzmittel verabreichten. Ich weiß, wirklich unschön.

Wer (s)ein Kind vor Schmerzen richtig brüllen gehört hat, diese Verzweiflung in den Augen des Kindes, dieses Unverständnis, der kann vielleicht nachvollziehen, warum wir hier tatsächlich zu einem Schmerzmittel gegriffen haben.

Ich bin kein Gegner der Homöopathie und greife selbst gerne mal zur Unterstützung bei beginnender Erkältung auf sie zurück. Bei akuten Schmerzen „doktor“ ich jedoch nicht mit Globuli herum.

Falls ihr euch fragt, warum ich bei Schmerzen nicht zum Kinderarzt gehe? Weil ich mir wirklich sicher war zu wissen, was er hat und es immer verschiedene Wege einer Lösung bzw. Hilfe gibt.

Seid ihr euch dessen nicht sicher, ist NATÜRLICH der Weg zum Kinderarzt unumgänglich! Auch, um andere Ursachen ausschließen zu können. Wäre auch nur irgendein Symptom bei ihm dazu gekommen oder er hätte tagsüber ebenfalls über Schmerzen geklagt, wäre ich selbstverständlich sofort zum Arzt gefahren.

Typisch für Wachstumsschmerzen

ist, dass sie abends/nachts auftreten und morgens wie weggeblasen sind. Auch das die Kinder mit den Beinen strampeln ist ein Zeichen (sofern Blähungen ausgeschlossen werden können).

Die Schmerzen selbst werden durch die Spannung der Knochenhaut verursacht. Diese ist von Nervenzellen durchzogen und eine Verletzung oder Spannung ist sehr schmerzhaft.

Es sind nicht alle Kinder von diesen Schmerzen betroffen, aber doch viele. Es ist auch damit zu rechnen, dass diese Wachstumsschmerzen im Laufe der nächsten Jahr immer wieder auftreten werden. Umso älter das Kind wird, umso besser kann es die Schmerzen anzeigen und wir Abhilfe schaffen oder für Unterstützung sorgen.

Für den nächsten „Schub“ möchte ich gewappnet sein. Sollte es wieder auftreten, werden wir ihm am ersten Abend erneut Schmerzmittel verabreichen und dann für die nächsten Tage vorsorgen.

Nun habe ich mich gerade in der Apotheke zu diesem Thema beraten lassen. Unsere Apothekerin ist ausgebildete Homöopathin. Ich hatte mal etwas von Arnica-Salbe gelesen und fragte sie danach. Davon hat sie mir für diesen Fall direkt abgeraten, da Arnica eher bei akuten Traumata und Verletzungen Sinn macht. Bei Wachstumsschmerzen geht es aber um die Knochen. Sie empfahl mir sofort

Schüßler Salz Nr. 2 bei Wachstumsschmerzen

Ein Mineral für die Knochen UND Zähne. Sie empfahl mir zum Einen die Gabe der Tabletten 3x täglich eine sowie gleichzeitig die Unterstützung mit Salbe von Schüßler Salz Nr 2.

Schüßler Salze Nr. 2 bei WachstumsschmerzenWir rieben also vor dem Schlafengehen seine Beine mit der Salbe ein und massierten den Punkt zwischen seinen Schulterblättern. Diesen zeigte sie mir als Akupressurpunkt für die Beine. Der Kleine genoss diese Massage auch sichtlich.

Es mag nun Zufall sein, dass in der 7. Nacht, nach Gabe und Massage der Schüßler Salze, keine Wachstumsschmerzen mehr auftraten. Irgendwann ist der Schub ja auch durch.

Für den nächsten Schub sind wir aber nun ausgerüstet und ich möchte die tolle Beratung in der Apotheke mit euch teilen. Mein Sohn muss diese Schmerzen nicht aushalten. Weint und schreit er, wird er weiterhin ein Schmerzmittel erhalten. Aber es ist einen Versuch der Unterstützung wert, vielleicht ja auch ohne diese Medikamente auskommen zu können. Für beide Formen des Schüßler Salzes Nr. 2, Tabletten und der Salbe habe ich 17 Euro bezahlt. Ich finde, das ist einen Versuch wert.

Habt ihr noch weitere Tipps, wie man einem Kind die Wachstumsschmerzen erleichtern kann? Eine Bein-Massage hat unser Sohn komplett abgelehnt.

 

 

4 Gedanken zu „Wachstumsschmerzen – so könnt ihr euer Kind unterstützen

  1. Ich hab erst gelesen, dasd Beinwell Globuli von Wala auch helfen sollen. Hab die Globuli mir jetzt mal besorgt, für den nächsten Wachstumsschub.

    1. Hallo Steffi, alle Tipps sind hier willkommen, sodass sich Eltern aus den Tipps etwas aussuchen können, womit sie gut zurecht kommen. Ich kenne mich mit Globuli nicht so gut aus. Für die erste Nacht würde ich immer ein Schmerzmittel da haben, denn ansonsten wirkt ja nichts akut und da möchte ich nur den Schmerz des Kindes ausschalten. Zumindest bei kleineren Kindern. Älteren Kindern kann man schon etwas mehr erklären. Globuli wurden mir in der Apotheke nun gar nicht empfohlen, sondern direkt die Schüßler Salze. Aber du kannst ja eines nach dem anderen mal ausprobieren. Viel Erfolg für euch!

  2. Was auch sehr gut ist calcium phosphoricum. Das nehmen wir. Ich Behandel ja homöopathisch und habe damit gute Erfahrungen gemacht.

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