1300 km an einem Wochenende – Hamburg/Heilbronn

Veröffentlicht von Mamaleben am

Hamburg – Heilbronn

die erste, lange Autofahrt… von Hamburg nach Heilbronn

Ende August waren wir auf einen 50. Geburtstag in Süddeutschland eingeladen. Nico war zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz 5 Monate alt.

Lange haben wir überlegt, ob wir ihm (und den Hunden) diese Strapazen zumuten können/wollen. Aber das Geburtstagskind war/ist uns wichtig und war in Nicos Zeit auf der Welt, bereits 2x in Hamburg. Wir konnten und wollten daher nicht absagen. Ziel war ein kleines Städtchen in der Nähe von Heilbronn. Gute 600km pro einfache Strecke….

Da wir vorher nur ein recht altes und irgendwie auch zu kleines Auto hatten, haben wir sogar extra noch einen großen (gebrauchten) Wagen gekauft. Das hatten wir ja sowieso vor. Gott sei Dank, kann ich jetzt hinterher nur sagen….

Mein Mann konnte sich den Freitag leider nicht frei nehmen, also sind wir erst gegen 14 Uhr losgekommen. Nico solange in der Babyschale sitzen zu lassen, lag mir schon im Magen. Die Hunde mussten sich eine recht enge Box im Kofferraum teilen, da der restliche Kofferraum mit Kinderwagengestell, Babywanne, Gepäck, Geschenken und Verpflegung ganz schön voll gestopft war.

Mein Hundeopi ist immerhin schon ca. 15 Jahre alt. Zum Glück war es ausgerechnet an diesem Wochenende nicht so heiß.

Die Hinfahrt – schon anstrengend

Wir sind keine halbe Stunde gefahren, da standen wir schon im ersten Stau. Von Hamburg bis Hannover (normalerweise eine gute Stunde Fahrt), haben wir schon über 2 Stunden gebraucht. Es kamen die ersten Gedanken auf, umzudrehen. Nico saß schon so lange in der Babyschale und wir sind noch gar nicht voran gekommen. Sehr frustrierend.

Wir haben aber durchgehalten und sind tapfer weiter gefahren. Alle zwei Stunden haben wir eine Pause eingelegt. So konnten sich die Hunde mal lösen und Nico einige Minuten seinen Rücken gerade machen. Auf der Raststätte Würzburg Nord haben wir dann zum Abendbrot angehalten. Es lag immer noch eine gute Stunde Fahrt vor uns. Aber Pause muss sein und es fast gemütlich dort.

Wir hatten noch Kaffee, kalte Pfannkuchen und belegte Brötchen. Wir haben uns einen Platz abseits gesucht, die Hunde konnten ein wenig ihre Beine vertreten und Nico lag in seiner Babywanne.  Falls ihr euch fragt, welches Modell das ist. Es ist die faltbare Babywanne, passend für den Quinny Mood. Picknick an der Raststätte mit Baby auf dem gedeckten Tisch

Nach insgesamt 8 Stunden Anreisezeit, sind wir dann endlich angekommen! Es war schon ca. 22 Uhr.

Der nächste Tag

Am nächsten Tag stand ja nun die Geburtstagsfeier ein. In einer tollen, großen, überdachten, aber offenen Hütte Mitten im Wald. Grandios! Mit Feuerstelle und Küche. Sowas wäre hier in Hamburg undenkbar und sicher schon längst besetzt, zerstört und mit Graffitis besprüht.

Leider plagte mich immer noch die sagenhafte Müdigkeit! Nico wacht x Mal in der Nacht auf und ich habe seit 5 Monaten nicht durch geschlafen. Die latente Müdigkeit lässt mich nicht los…

Die Party begann zum Glück schon tagsüber. Wir waren also auch schon am Vormittag dort. So konnte ich mit dem Kinderwagen und Nicos Omi ein bißchen durch die Gegend schieben. Da die Lautstärke so hoch war, haben wir die meiste Zeit leider neben der Hütte verbracht und nicht darin.

Gegen Nachmittag habe ich mich dann verabschiedet. Ich hätte zwar die Gelegenheit gehabt, ohne Nico dort zu bleiben. Den hätte meine Mutter ja mitgenommen. Aber es bringt mir zur Zeit noch nichts. Am nächsten Morgen ist er ja trotzdem topfit und ich muss es auch sein. So bin ich mit nach Hause und habe dort die Ruhe genossen und bin wie immer, früh ins Bett gegangen. Mein Mann konnte wenigstens noch auf der Feier bleiben und hat die Fahne für uns Hamburger hochgehalten 😉

Er kam um 1 Uhr nachts nach Hause. Denn er wusste ja auch, was am nächsten Tag blüht. So war es dann auch. Gegen 6 Uhr waren wir alle wach! Ob wir wollten oder nicht…….. Und die Rückreise stand schon wieder bevor. Wir haben alle noch schön gemütlich gefrühstückt, sind auf dem Rückweg wieder bei der Feier vorbei. Die fand dort in der Hütte nämlich 3 Tage lang statt!

Dort lagen natürlich alle noch in „sauer“. Wir konnten uns verabschieden und nochmal drücken und dann ging es zurück. Wir freuten uns, dieses Mal mit Glück in gut 6 Stunden zu Hause zu sein. Keine LKW´s auf den Straßen. Aber es kam anders…..

Die Rückfahrt – eine Tortur

Es gab eine Vollsperrung der Autobahn! Egal was wir versuchten, wir kamen nicht rauf. Zuerst sind wir ein Stück drum herum gefahren, dann gab es Mitten in der Walachei auch eine Sperrung UND das Internet, somit das Navi fiel noch aus. Da standen wir nun, mitten im tiefsten Odenwald, ohne Plan, wo wir waren. Und den ganzen Weg wieder zurück….

Schon hatten wir erneut 1,5 Stunden verloren! Es war ein echtes Desaster! Bis wir endlich auf der Autobahn waren und zuhause, vergingen sage und schreibe 10 Stunden!!! Die Hunde und mein Baby taten mir so unendlich leit. Klar, hätten wir das vorher gewusst, wären wir nicht gefahren. Aber hätte, hätte….. so etwas weiß man ja nie vorher! Baby in Babyschale schlafend

Mein Mann hatte eine super kurze Nacht und dann diese Tortur im Auto. ZUM GLÜCK hatten wir uns ja gerade diesen großen, geräumigen Wagen gekauft! Das war echt klasse und hat uns ziemlich den Mors gerettet!

Mit 4 Personen, 2 Hunden und Gepäck in einem einfachen Kombi wäre es super knackig eng und unbequem geworden.

Fazit

Was haben wir daraus gelernt?

  • mehr Wasser mitnehmen, als nötig! Für Mensch UND Hund
  • immer Desinfektionstücher dabei haben (für die WC´s und Griffe auf den Raststätten)
  • falls ihr nicht stillt, immer eine Flasche mehr Babynahrung mitnehmen als eigentlich geplant!
  • vorher Offline-Karten auf das Handy laden oder einen Atlas ins Auto legen

Nico hat die ganze Prozedur sooooo toll mitgemacht. Wir waren und sind so mega stolz! Er hat weder geweint noch richtig gequengelt. Die Oma und ich haben ihn abwechselnd bespaßt und bei Laune gehalten. Nicht auszudenken, wenn man bei so einer Fahrt noch ein schreiendes Kind im Auto hat. Das erhöht das Stresslevel nämlich sofort.

Überlegt euch also zweimal, ob ihr so eine Strecke wirklich angehen wollt. Zumindest für so einen kurzen Zeitraum, hat es sich nicht gelohnt.

Bald steht unser erster Urlaub an. Aber auch mit Auto. Noch nicht mit dem Flieger. Durch die Hunde sind wir leider etwas eingeschränkt. Von der Reise werde ich natürlich auch berichten!

Wann seid ihr das erste Mal mit eurem Kind verreist oder habt eine weitere Strecke zurück gelegt? Und wie klappte das?

Freue mich auf eure Erfahrungen! Viele Grüße


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