Wie ein Computer Virus fast meinen Blog zerstörte

Veröffentlicht von Mamaleben am

Nach langer Zeit, gibt es mal wieder einen Business-Artikel von mir. Denn das Thema Computer Virus ist so vielseitig und als Laie steht man da schnell vor einem großen Problem.

Ich weiß, es ist nicht ganz korrekt, aber ich schreibe über meinen Blog in der männlichen Form, auch wenn es offiziell „das Blog“ heißt.

Meinen Blog startete ich ca. im Dezember 2016 und musste mich erstmal einfinden, was für einen Blog und seinen Aufbau wichtig ist. Die Zugriffszahlen (Traffic genannt) stiegen nur langsam, aber das war mir vorher bewusst.

Einen Blog aufzubauen, ist ein Marathon, kein Sprint. Gute Artikel (Content genannt) benötigen Zeit und dann geht es darum, sie bekannter zu machen. Es geht aber heute nicht darum, wie man einen Blog aufbaut, sondern um das Thema

Computer Virus.

Ich muss dazu sagen, bis mein Blog halbwegs nette Zugriffszahlen entwickelte, dauerte es ca. 2 Jahre. Durch einen Beitrag der im Januar bei Pinterest „viral“ ging, schossen meine Zugriffe im Januar 2019 in die Höhe. Wie Pinterest mir dabei geholfen hat, könnt ihr hier nachlesen.

Tatsächlich hat Pinterest einen gravierenden Teil dazu beigetragen, einige meiner Blog-Artikel bekannter zu machen und so für guten Traffic zu sorgen. Die anderen Zugriffe kamen über die Suchmaschine Google.

Meine Zugriffszahlen hielten sich tatsächlich über den Januar hinaus so gut und entwickelten sich stetig weiter auf einem guten Niveau. Im März 2019 erreichte ich 40.000 Seitenzugriffe. Ich war sehr stolz, dass sich meine Arbeit langsam bezahlt machte, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber wie man mit einem Blog Geld verdienen kann, möchte ich in einem anderen Artikel erzählen. Falls euch das überhaupt interessiert?

Das Jahr 2019 lief Blog-technisch also recht gut und ich war mit der Entwicklung schon sehr zufrieden. Es bestand nun die gute Chance, mir hiermit ein zweites Standbein aufzubauen.

Auch wenn ich langsam versuchte, von meinem Kinderwunsch Abschied zu nehmen, bestand noch ein bisschen Rest-Hoffnung bei uns. Es war immer klar, sollte es doch noch mit einem zweiten Kind klappen, muss ich mein erstes Standbein meiner Selbständigkeit, die langjährige Arbeit mit den Hunden, komplett einstellen.

Es kam der Juni 2019, wir waren gerade im Urlaub an der Nordsee und meine Webseite war bereits 2 Tage nicht erreichbar. Ich machte mir zu dem Zeitpunkt keine weiteren Sorgen, ab und zu passiert so etwas mal. Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch kein Programm installiert, welches mich warnt, wenn meine Webseite „down“ ist. Das Programm war in dem Fall meine Mutter, die mich darüber informierte.

Mein Mann ist technisch sehr versiert und überprüfte vom Urlaub aus einiges. Einen Laptop haben wir zum Glück immer dabei. Die Webseite lief wieder und ich dachte, alles geht weiter wie vorher.

Falsch gedacht – kompletter Einbruch

Wieder zuhause, bemerkte ich eine merkwürdige Entwicklung. Meine Zugriffszahlen sanken und zwar rasant und stetig. Ich war entsetzt und konnte es nicht glauben.

Mein Mann überprüfte wieder einiges, bereinigte und installierte. Eine Prüfung ergab kein erkennbares Problem mehr und ich begann langsam, mich mit dieser Entwicklung abzufinden. Ich hatte aber die ganze Zeit über ein komisches Gefühl, es könnte einfach nicht stimmen. Von heute auf morgen dieser Einbruch.

2019 Analytics Mamaleben.de

Einbruch ab Juni!

Ich ärgere mich so sehr, nicht eher anders reagiert zu haben. Im November versuchte ich durch den Adventskalender auf dem Blog, die Zugriffszahlen nochmal zu pushen und Google zu zeigen: „Hallo, uns gibt es noch“. Es änderte aber nicht viel und wie erwartet, nach Abschluss des Kalenders, sanken die Zahlen weiter. Inzwischen auf ein gruseliges Niveau.

Eine Sache brachte der Adventskalender aber mit sich. Auf meiner facebook-Seite erhielt ich von einigen Teilnehmern die Info, sie würden auf unseriöse Gewinnspiel-Werbung stoßen, wenn sie meine Links anklicken. Ich hätte direkt reagieren müssen, ABER wir hatten die Seite gerade wieder geprüft und ich erhielt die Meldung, sei sei sauber. Also dachte ich, es liegt an den Handys der Teilnehmer, nicht an meinem Blog (bitte entschuldigt Leute!).

Ich hatte im Dezember kurz überlegt, mal Google Ad-Words auszuprobieren. Irgendetwas musste ich ja tun. ABER, meine Anzeige wurde nicht geschaltet, mit dem Hinweis:

schädliche Software

Wir prüften wieder und es wurde mir angezeigt, meine Seite sei in Ordnung, nichts zu finden. Da steht man nun als Laie und kommt an einen Punkt, an dem es einfach nicht weitergeht.

Kommunikation mit potentiellen Kunden versuchte ich fast zu vermeiden, denn Kunden fragen in der Regel nach einem Media Kit (eine Kurzübersicht über die Themen meines Blogs, welche Kunden ich hatte, wie man in den sozialen Medien vertreten ist UND natürlich, wie viele Zugriffe man verzeichnet!) Letzteres war aktuell mein Knackpunkt.

Ich wusste nicht mehr weiter und war dermaßen demotiviert, dass ich keine Lust mehr hatte, am Blog zu arbeiten, geschweige denn neue Blog-Artikel zu schreiben.

Seit August 2019 wissen wir, dass wir tatsächlich und trotz meines Alters, nochmal Eltern werden dürfen und seit Oktober 2019 habe ich das erste Standbein meiner Selbständigkeit, aufgeben müssen. Damit entfiel auch Einkommen. Der Blog war alles, was ich noch hatte und womit ich gehofft habe, in den nächsten zwei Jahren, finanziell über die Runden zu kommen.

Nun floss diese Aussicht den Bach herunter.

Wie aus dem Nichts, erreichte mich am Montag, den 6. Januar 2020 eine Mail. Ein Papa, der Infos zu einem Baby-Thema gesucht hatte, stieß auf meinen Blog und erkannte, dass ich gehackt wurde. Das sich ein Computer Virus auf meinem Blog befindet!

Jetzt kommt´s: er ist Profi in der Bereinigung gehackter Seiten und machte mir ein Angebot.

Zuerst dachte ich, jaja, wer weiß, ob er das nicht selbst aufgespielt hat, um potentiellen Kunden Angebote zu machen. Ich weiß, total paranoid, aber im Internet gibt es halt die verrücktesten Sachen und den Glauben an die Menschen nicht zu verlieren, fällt mir manchmal ganz schön schwer.

Wie ein Computer Virus fast mein #blog und damit meine Existenz zerstörte. Inkl. einem Tipp zur Hack-Bereinigung (selbst bezahlt). #pc #computer #business #computervirus #bloggen #virus

Er heißt Sven und schrieb aber so nett und vor allem, transparent auf meine Nachfrage, dass er mir absolut seriös vorkam. Dazu eine Hamburger Adresse, eigene Webseite etc. Ich höre immer auf mein Bauchgefühl und das sagte mir hier: „Machen“.

Gesagt, getan. Wir einigten uns und noch am selben Abend, bereinigte er das Problem. Er fand sehr versteckte Dateien, die wir nicht gefunden hatten. Er löschte, bereinigte, sicherte und installierte neu. Ich erhielt am nächsten Tag eine genaue Auflistung, was er getan hat mit einigen Tipps, was ich noch selbst verbessern könnte.

Das unglaubliche Fazit:

meine Zugriffe stiegen SOFORT von ca. 150 auf knapp 1000 am nächsten Tag an. Ich konnte es kaum glauben und fieberte dem zweiten Tag entgegen. Dasselbe! Die ganze Woche hielten sich meine Zugriffe auf meinem alten Niveau und ich kann es kaum erwarten, bis ein Monat vergangen ist. Bis ich endlich sehen kann, ob sich alles wieder erholt und einspielt.

Einen möglichen Kunden hatte ich fast verloren, aber er entschied sich, dass ich mich in einem Monat erneut melden kann und wir schauen, was meine Zahlen sagen.

Ich mache jetzt unbezahlte Werbung für denjenigen, der mir mit nur wenigen Schritten, so geholfen hat. Ich ärgere mich fast täglich, über das verschenkte, letzte halbe Jahr. Nun darf man sich nicht immer nur ärgern, sondern muss nach vorne gucken. Das versuche ich und möchte euch folgende Empfehlung geben.

Sucht ihr einen Profi, der eure Webseite pflegt oder auf einen möglichen Computer Virus checkt, seid ihr hier goldrichtig (klick).

 

Kategorien: auf Deck

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