Mythos Weihnachtsmann und Co.

Veröffentlicht von Mamaleben am

Mein Sohn wird in 4 Monaten 4 Jahre alt und wir hadern, wie wir mit dem Mythos

Weihnachtsmann und Co.

umgehen sollen. Hier im Norden, in Hamburg, ist der Weihnachtsmann präsent und nicht das Christkind. Auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt ist er sogar bekannt dafür, auf einem Schlitten über den Dächern des Marktes zu fahren!

Wenn unser Sohn uns etwas fragt, sind wir generell sehr ehrlich zu ihm und versuchen, ihm alles kindgerecht zu erklären.

Beim Thema des Hundes, kam ich auch etwas in Straucheln, habe mich dann aber für eine Mischung aus Ehrlichkeit (er war beim Begraben dabei, der Körper ist also in der Erde) und Vorstellung (er ist nun im Himmel) entschieden.

Das Thema Weihnachtsmann und Co war die letzten drei Jahre noch nicht so präsent, er hinterfragte noch nicht und wir thematisierten es nicht besonders.

Jetzt haben wir aktuell Dezember und mein Sohn fragte mich kürzlich, als er eines seiner Türchen im Adventskalender öffnete:

„Mama, wer bringt eigentlich die Türchen? Der Nikolaus oder der Weihnachtsmann?“

Zum ersten Mal, fiel mir so spontan keine Antwort auf seine Frage ein, weil ich nicht weiß, wie ich damit verfahren möchte.

Einen Tag später fragte er erneut und ich hatte mich für eine Antwort entschieden – die Türchen bringen wir, Mama und Papa (Wahrheit), weil der Weihnachtsmann und Nikolaus an ihren Tagen ja schon genug zu tun haben (Fiktion). Dennoch hinterfrage ich mich selbst, welcher Weg der Richtige ist?

Jeder weiß, dass der Weihnachtsmann rein geschichtlich nicht wirklich einen Bezug zu Weihnachten hat, sondern auf ein Gedicht und später auf die Präsenz eines Getränkeherstellers zurückzuführen ist. Nicht zu verwechseln mit dem Nikolaus oder anderen, vor allem in Norden verbreiteten Traditionen.

Nichts desto trotz, übt der Mythos Weihnachtsmann und Co eine Faszination auf Kinder aus und verbreitet auch einen gewissen Zauber.

Plötzlich sitzt da der Weihnachtsmann

Kürzlich, bei dem Besuch eines Weihnachtsmarktes auf dem Gut Traventhal bei Ratzeburg, betrat mein Sohn ein Hexenhäuschen und die Überraschung war groß. Denn dort saß tatsächlich der Weihnachtsmann und sprach mit ihm. Wir waren alle überrascht, denn damit hatte keiner gerechnet. Wir waren wohl früh dran und es saß noch keine andere Person in dem Raum, im dem später zu Gitarren-Begleitung, Weihnachtslieder gesungen wurden.

Da stand er nun also, unser Sohn vor dem vermeintlich „echten“ Weihnachtsmann und so wurde aus dem Mythos Weihnachtsmann, Realität.

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Wie könnten wir ihm danach erklären, dass es keinen Weihnachtsmann gibt? Irgendwie käme mir das falsch vor und so leben wir nun damit.

Möchten wir aber weiter alles auf den Weihnachtsmann schieben oder auch ein bisschen Realität einbauen? Letztes Jahr hat er gesehen, welches Geschenk von welchen Großeltern kommt. Da wurde nicht thematisiert, dass sie der Weihnachtsmann gebracht hat. Aber wie soll es dieses Jahr laufen?

Unsere Geschenke werden unter dem Baum liegen und wie antworten wir, wenn er uns erneut fragt, von wem die Geschenke sind?

Erzählt doch gern mal, wie handhabt ihr das? Und in welchem Alter wurde euren Kinder klar, dass es den Weihnachtsmann und Co. nicht gibt?

 


1 Kommentar

Katrin M. · 17. Dezember 2019 um 12:47

Unsere Söhne sind jetzt 9 Jahre alt und bis letztes Jahr haben sie noch an den Weihnachtsmann geglaubt, auch wenn der Glaube schon etwas gewackelt hat, weil die meisten Klassenkameraden es schon wussten.
Wir sind auch immer ehrlich zu unseren Kindern, aber der Glaube an Weihnachtsmann & Co hat einen kindlichen Zauber, den ich meinen Kindern nicht vorenthalten möchte.

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