Vom Kleingarten zum Vorgarten – unser Minigarten

Veröffentlicht von Mamaleben am

Kleingarten weg, Vorgarten her – unsere Geschichte zum Minigarten.

Erst im Sommer 2019 haben wir uns ziemlich spontan einen Kleingarten gekauft und in sehr kurzer Zeit, sehr viel Arbeit in die Renovierung und den Umbau gesteckt.

Der Garten hatte schöne 450qm, lag aber leider gute 20 Autominuten von unserem Zuhause entfernt – vorausgesetzt, es gab keinen Stau. Der Vorteil war, die Schwiegereltern hatten ihre Parzelle nur 3 Gänge weiter und wir hatten sehr nette Nachbarn um uns herum.

Als wir den Garten erst drei Monate hatten, durften wir meine Schwangerschaft feststellen. Der Entbindungstermin war für Anfang April 2020 ausgerechnet und es war klar, dass ich mit Säugling, voraussichtlich wenig Zeit im Sommer 2020 dort verbringen werde. Allein die ständige Anfahrt und nicht alle Dinge vor Ort zu haben.

Vom Kleingarten zum Vorgarten

Im Februar 2020, bereits hochschwanger kurz vor der Corona Krise, ergab sich die Möglichkeit, hier am Haus, direkt an unserem Wohnort, 50qm verwilderten Vorgarten zu übernehmen. Was die Fläche und damit verbundenen Möglichkeiten angeht, ein Rückschritt, aber der Wegfall des Fahrtwegs und alles hier vor Ort zu haben, wog das auf. Unser Leben mit #minigarten - vom #kleingarten zum #vorgarten - #gartenumbau #lebenmitkindern

Spontan stellten wir den Kleingarten zum Verkauf ein. Wir mussten nicht verkaufen und wollten versuchen, einen guten Preis für ihn zu erhalten, da wir neben Zeit und Kraft, auch viel Geld in den Garten gesteckt hatten. Überraschenderweise, trudelten jede Menge Anfragen ein und nur eine Woche später, war der Kleingarten bereits verkauft.

Das ging schneller als wir dachten und wir verkauften mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge. Unser Sohn hat sich dort im Garten sehr wohl gefühlt, hatte seine Bereiche, sein Spielhaus, konnte buddeln und werken und mit unserem Hund den Garten genießen.

Ende März kam dann erstmal, eine Woche zu früh, unser zweiter Sohn zur Welt. Nur eine Woche vorher, gab es den ersten Lockdown in der Corona Krise. Wir genossen die Elternzeit, es war Frühling und wir begannen langsam, uns mit der Umgestaltung des Vorgartens zu beschäftigen.

Vorgarten – Naschgarten

Wenn mein Mann ein Projekt beginnt, dann richtig. Was anfangs noch gedacht war, als ein kleiner, wilder Naschgarten, nahm enorme Züge an.

Mein Mann entfernte (mal wieder! genau wie im Kleingarten) – sämtliche Thujas und nach und nach, auch alle anderen Büsche, die sich im Vorgarten befanden. Plötzlich war richtig Platz, ungewohnt nach all den Jahren.

Er trug „tote“ Erde ab, ließ Mutterboden anliefern, einen Zaun setzen, einige Platten für eine kleine Terrasse verlegen. Er baute im Zwischengang ein Gartenhaus auf, im Vorgarten eine große Sandkiste für die Kinder (hach wie schön, Mehrzahl), wir legten Beete an, es wurde Rollrasen ausgelegt, Rasenkanten gesetzt und am Ende kümmerten wir uns um die Bepflanzung.

Es sollte definitiv ein Naschgarten werden.

Obst und Pflanzen

Schon immer habe ich von Obstbäumen im eigenen Garten geträumt.

In einem Vorgarten lassen sich natürlich keine großen Obstbäume setzen, unter denen man eine Hängematte oder eine Schaukel für die Kinder befestigen kann. Wir machen also das Beste aus dem, was uns zur Verfügung steht.

Im Vorgarten aka Naschgarten, setzten wir daher folgende, klein bleibende Pflanzen, die wir in einer Baumschule kauften. Die letzten drei Jahre waren wir immer im Alten Land Äpfel pflücken. Ein Traum wäre, auch mal die eigenen Äpfel ernten zu können, daher:

  • drei Apfelbäume als Büsche und einen vierten Apfelbaum im Topf (2x Finkenwerder Herbstprinz und 2x Gala)
  • einen Ableger eines sehr alten Johannesbeerstrauches meiner verstorbenen Oma, der bisher in einem Topf vor sich hinvegetierte und schon lange keine Früchte mehr trägt (wir sind daher sehr gespannt ob sich da wieder was tut)
  • eine Blaubeere
  • eine Stachelbeere
  • eine Pink Berry (Blaubeere in pink)
  • eine Felsenbirne (das ist keine Birne, sondern ein Beerenbusch)

Zusätzlich stellten wir zwei Hochbeete auf, die jedes Jahr neu bestückt werden können. Tomaten und Gurken ziehe ich auch jedes Jahr auf dem Balkon, da wir dort viel Sonne haben. Vorletztes Jahr hatte ich mich dort an Tomoffeln versucht. 

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Es zogen noch eine Haselnuss und eine tolle Ruby Falls in das Beet außerhalb unseres Naschgartens.

Der Grundstein für einen Minigarten ist gelegt und inzwischen steht der Winter vor der Tür. Wir haben November und die Pflanzen können nun erstmal wachsen.

Kürzlich wollten wir einen hohen Spielturm für die Kinder aufbauen und hatten schon ein Stück Rasen rausgerissen, das Grundgerüst aufgebaut und die Fundamente gesetzt. Es passte aber etwas nicht und so bauten wir alles zurück. Das Loch im Rasen ist noch da, zur Zeit mit Laub bedeckt und anstelle des Spielturms kommt nun ein rechteckiges Trampolin.

Jetzt im November 2020 steht gerade der zweite, bundesweite Lockdown „light“ an und wir sind froh, nun unseren Minigarten vor der Tür zu haben und das Grundstück nicht verlassen zu müssen.

Nächstes Jahr

wird eine Treppe in die Mauer des Vorgartens gesägt, damit wir einen eigenen Zugang erhalten und nicht immer mit Sack und Pack bzw. Gästen, bei der Oma, hier im Dreigenerationenhaus, durch den Garten laufen müssen.

Es sind weitere Blumen und Büsche geplant und wir schauen mal, was sich für die Kinder und uns noch umsetzen lässt. Wir möchten auf kleiner Fläche soviel wie möglich entstehen lassen.

Die Hollywoodschaukel steht, eine Feuertonne zum Grillen und eine Feuerschale sind bereits gekauft und eingeweiht worden und wir freuen uns darauf, unseren Kindern im nächsten Jahr, beim Obst naschen und spielen zuzusehen.

Hilfe und Wissen zum Gärtnern hole ich mir von YouTube oder aus diesen Büchertipps „Garten“. 

Kategorien: Naschgartenan Land

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