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Vorschule in Hamburg - welche Unterschiede zur Kita gibt es
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Vorschule Hamburg – welchen Unterschied zum letzten Kita-Jahr?

Vorschule Hamburg – das folgende Konzept gibt es nur für die Vorschule in Hamburg und soweit mir bekannt ist, in keinem anderen Bundesland.

Die meisten Eltern assoziieren das Wort Vorschule mit dem letzten Jahr im Kindergarten, in dem die fünf- bis sechsjährigen in separaten Gruppen, innerhalb der Kita, Vorschularbeit verrichten. Eine Vorbereitung auf die Schule, klar, sagt ja das Wort.

Vorschule Hamburg – zwei Möglichkeiten.

Das letzte Kita-Jahr.

Zum einen ebenfalls die Betreuung im letzten Kindergarten-Jahr, in dem die Kinder mit Aufgaben auf die Schule vorbereitet werden. In der Regel werden die Kinder dafür in einer separaten Kleingruppe, teilweise auch in einem extra Raum, beschult. Je nach dem, was der Kindergarten für räumliche Möglichkeiten und Kapazitäten an Erziehern hat. Denn sind wir ehrlich, in den meisten Kitas herrscht Personalmangel und dann noch eine/n der Erzieher/innen für die Vorschulkinder abzuziehen, ist sicher auch nicht immer möglich. Die Kita war für meinen Sohn nicht das Richtige.

Der Vorteil hier, die Kinder bleiben bis zur Einschulung in ihrer gewohnten Umgebung, je nach Betreuungsumfang, erhalten sie kostenfrei ihr Mittagessen und sind weiter Ferien-unabhängig.

Vorschule in Hamburg

Die zweite Möglichkeit bietet Hamburg, in dem die Kinder bereits innerhalb einer Grundschule, eine separate Vorschulklasse besuchen können. In Hamburg gibt es generell erstmal für jedes ca. 4,5-jährige Kind, die 4,5-jährigen Vorstellung, in der geprüft wird, ob das Kind entsprechend entwickelt und sprachlich in der Lage ist, um einem Unterricht zu folgen. Diese Termine finden im Herbst des Vorjahres statt.

Bei Kindern, die noch kein deutsch sprechen, kann hier eine Vorschulpflicht ausgesprochen werden! Ansonsten ist die Teilnahme an der Vorschule innerhalb einer Schule, freiwillig.

Die Vorschule innerhalb der Schule gibt den Kindern die Möglichkeit, sich bereits langsam an eine Schulsituation zu gewöhnen. Im besten Fall findet die Vorschule in der Einzugsschule bzw. der Grundschule statt, die das Kind danach besuchen wird. Die Kinder lernen so bereits das gesamte Schulgelände statt und gewöhnen sich an selbständiges Arbeiten, Melden, Essen in der Mensa und ggf. auch den Sportunterricht.

Die Vorschule nimmt der Grundschule nichts vorweg

In der Vorschule lernen die Kinder NICHT rechnen, schreiben und lesen. Es gibt jedoch einen geregelten Tagesablauf und entspricht einer Mischung aus Kindergarten und Schule.

Es wird

  • gesungen,
  • gemeinsam Geschichten angeschaut,
  • Arbeitsblätter erledigt (zum Beispiel Schneckenhäuser und Blumen ausmalen) und
  • gemeinsam gefrühstückt.
  • In den Pausenzeiten werden die Spielplätze auf dem Schulgelände erkundigt und
  • bei uns gibt es zweimal die Woche Sport.

An einem Sporttag fahren die Kinder in der Turnhalle mit Fahrzeugen wie Laufrädern und Co. und an dem anderen Tag gibt es leichten Sport. Auch hier lernen sie, sich selbständig umzuziehen. Mein Sohn hat zum Beispiel bisher nie privat Sport gemacht. Für ihn wird es eine neue Erfahrung, an diesem Unterricht teilzunehmen.

Essen und Nachmittagsbetreuung

    Im Gegensatz zum Kindergarten, muss die Teilnahme am Mittagessen in der Vorschule in Hamburg, von uns selbst getragen werden. An unserer Schule schlägt das mit 4 Euro pro Essen, also ca. 80 Euro im Monat zu Buche. Da mein Sohn nicht an der Nachmittagsbetreuung teilnimmt, haben wir uns gegen die Essen dort entschieden. Er nimmt für morgens seine gefüllte Snackbox mit und für das Mittagessen einen Food-Jar*, also ein Thermobehälter, in dem ich ihm morgens warmes Essen fülle.

    Die Vorschulkinder gehen gemeinsam in der Mensa essen und die Kinder, die nicht am Catering-Essen teilnehmen, sitzen mit ihren eigenen Boxen am Tisch. Hier finde ich es wichtig, dass sie ebenfalls nettes Essen dabei haben.

    Eines Mittags beim Abholen frage ich meinen Sohn, wie ihm sein Mittag geschmeckt hat und er fragt: „Welches Mittag?“  Er hat seine zweite Box nicht gesehen und daher mittags nur eine Birne aus seiner Frühstücksbox gegessen. Das hat mir fast das Herz zerrissen, zu wissen, die anderen sitzen da vor ihren duftenden Nudeln und Co und meiner beißt in seine Birne. Danach habe ich direkt den Thermobehälter für mittags gekauft.

    Das Essen muss also im Gegensatz zur städtischen Kita, selbst getragen werden!

    Es besteht die Möglichkeit, die Kinder vor 8 Uhr zum Frühdienst zu bringen und nach 13 Uhr in die Nachmittagsbetreuung zu geben. Die Teilnahme an der Nachmittagsbetreuung ist kostenfrei!

    Der/die Vorschul-Lehrer/in macht um 13 Uhr Feierabend und dann übernimmt die Nachmittags-Erzieherin.

    #vorschule in #hamburg - welche Unterschiede gibt es zur #kita ? Vor- und Nachteile erzähle ich euch hier.

    Zusammenfassung der Fakten

    • Die Kernzeit der Vorschule ist von 8 Uhr bis 13 Uhr
    • Die Abholung der Kinder erfolgt zwischen 12.50 Uhr und 13 Uhr
    • Von 6 Uhr – 8 Uhr gibt es einen Frühdienst
    • Ab 13 Uhr können die Kinder für die Nachmittagsbetreuung angemeldet werden
    • Nach der Nachmittagsbetreuung gibt es sogar noch einen Spätdienst
    • Frühstück muss selbst mitgebracht werden
    • Teilnahme am Mittagessen muss selbst bezahlt werden oder eigenes Essen wird mitgebracht
    • Bei uns gibt es 2x die Woche Sport
    • Es wird gesungen, gebastelt, gemalt und gibt immer wieder Zeit für freies Spiel
    • Die Vorschule ist an die Ferien gebunden! Sie schließt also in Ferienzeiten.
    • Vorschule ist KEINE Pflicht
    • Man könnte sein Kind auch außerhalb der Ferien für Urlaub herausnehmen
    • eine regelmäßige Teilnahme wird gern gesehen
    • die Kinder können erste Kontakte knüpfen und haben die Chance, mit bekannten Kindern später eingeschult zu werden
    • die Kinder lernen das Schulgelände kennen und ihnen fällt die Einschulung im Folgejahr evtl. leichter
    • für Kinder, die Kita frei gelebt haben, kann ich die Vorschule empfehlen.
    • dieses Material mussten wir für die Vorschule besorgen

    In der Vorschule müssen die Kinder KEINE Masken tragen!

    Unterschiede zur Kita

    Die Unterschiede zwischen der Vorschule in Hamburg innerhalb der Schule oder im Kindergarten zusammengefasst:

    • Essen muss selbst mitgebracht oder bezahlt werden
    • Feriengebunden
    • auf dem Schulgelände, daher bessere Bindung zur Schule
    • leichter Schulalltag mit Spielsequenzen
    • sanfte Gewöhnung an die Schulsituation vor Ort

    Wichtig zu wissen finde ich, dass die Kinder zwar ihren Ablauf haben, aber immer wieder genug Zeit für freies Spiel. Das Lernen steht hier nicht im Vordergrund, sondern die emotionale und soziale Entwicklung.

    Falls ihr Fragen zur Vorschule in Hamburg habt, fragt gern. Sofern ich mit Antworten helfen kann, versuche ich es gern.

    Ich freue mich auch, wenn ihr zu meinem Instagram-Account hüpft.

     

     

     

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